Wir vom NABU Calw engagieren und schon seit vielen Jahren in einer Vielzahl von Projekten ganz konkret vor unserer Haustür. Vom Erhalt von bedrohten Lebensräumen und Arten bis zum praktischen Umweltschutz reicht dabei die Palette unserer Aktivitäten. Auf den folgenden Seiten zeigen wir Ihnen was wir tun und wie auch Sie uns unterstützten können.
In Zukunft kümmern wir uns um das Biotop mit den Tümpeln südlich von Altburg. Geplant sind zu gegebener Zeit die Entmüllung der Teiche und weitere Biotoppflegemaßnahmen.
In den letzten Jahrzehnten sind bei vielen Vogelarten stark rückläufige Bestandszahlen festzustellen.
Gründe dafür sind z.B.:
• der Klimawandel,
• der Flächenverbrauch für Infrastruktur, Gewerbe- und Wohnbebauung,
• die intensive Landwirtschaft, verbunden mit einem hohem Pestizideinsatz und
• der damit verbundene Rückgang der Insektenpopulationen,
• der Mangel an Nist- und Baumaterial und
• die Abnahme geeigneter Brutplätze.
Was können wir als NABU-Gruppe vor Ort dagegen tun? Diese Frage stellt sich bei unserer täglichen Arbeit für den Natur- und Artenschutz sehr oft. Lebensraum für bedrohte Arten zu gestalten und damit einen aktiven Beitrag zur Biodiversität zu schaffen, das war unser Anliegen.
In Zusammenarbeit der Stadt Calw, dem Jugendforschungszentrum und dem NABU Calw entstand vor einigen Jahren der „Zwitscherturm“, ein ehemaliges Trafohäusle in Stammheim mit zahlreichen Nistmöglichkeiten für Fledermäuse, Schwalben, Mauersegler, Stare, Meisen, Sperlinge und Rotschwänzchen. Aus dem Wunsch heraus weitere Nistmöglichkeiten zu schaffen, wurde die Idee geboren, mit einem „Artenschutzturm“ das Nistangebot, vor allem in besiedelten Räumen, zu verbessern.
Es galt dabei einen Ort zu finden, der in der Nähe schon eine gewisse Anzahl von Schwalben und Fledermäusen aufweist. Am Flößerwasen sind diese Voraussetzungen erfüllt, daher wurde dieser Standort in unmittelbarer Nähe zur Nagold in Absprache mit der Ortsverwaltung Hirsau festgelegt. Bei der Leader Aktionsgruppe Nordschwarzwald wurde daraufhin ein Antrag für ein Leader Kleinprojekt gestellt. Als die Förderzusage eintraf, stand der Umsetzung des Projekts Artenschutzturm in Hirsau nichts mehr im Wege.
Artenschutztürme sind aufgrund des geringen Platzbedarfs besonders geeignet für Standorte in Gewerbe- und Wohngebieten oder auch in kleinen Parkanlagen wie hier in Hirsau im Flößerwasen. Sie können somit eine willkommene Ausgleichsmaßnahme für verlorengegangene Nistmöglichkeiten sein. Konzipiert für verschiedene Vogel- und Fledermausarten werden die Brutkammern und Quartiere je nach Bedarf kombiniert und so an die örtlichen Notwendigkeiten angepasst. Im Falle des Artenschutzturms in Hirsau stehen unter anderem 14 Brutkammern für Mauersegler, 12 Brutkammern für Sperlinge, 18 Einzelnester für Mehlschwalben, zwei Ganzjahresquartiere und zwei Sommerquartiere für verschiedene Fledermausarten zur Verfügung.
Eine tolle Maßnahme für den Artenschutz!
Ein großes Dankeschön geht an die Ortsverwaltung Hirsau für Standortsuche
und Genehmigungen, die Mitarbeiter des Bauhofs der Stadt Calw
für die Unterstützung und die tatkräftige Mithilfe beim Aufbau,
der Firma Agrofor aus Wettenberg für Lieferung und Aufbau,
die LEADER Aktionsgruppe Nordschwarzwald für die tolle Unterstützung
und nicht zuletzt an alle die Ehrenamtlichen des NABU Calw, die im Hintergrund die Arbeit für den Natur- und Artenschutz leisten.
Gefördert durch die LEADER-Aktionsgruppe Nordschwarzwald und das Land Baden-
Württemberg im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der Agrarstruktur und
des Küstenschutzes (GAK).
Gemeinsam mit der Stadt Calw und dem Jugendforschungszentrum ist hier ein „Zwitscherturm“ entstanden.
Zahlreiche Nistmöglichkeiten wurden von unseren Ehrenamtlichen angebracht. So können Fledermäuse, Schwalben, Mauersegler, Meisen, Sperlinge und Rotschwänzchen ein neues Zuhause
finden.
Die C-Hacker des Jugendforschungszentrum haben mit einer Photovoltaikanlage die Stromversorgung für die verschiedenen technischen Einrichtungen gesichert. Eine Webcam nimmt regelmäßig Bilder
der Umgebung auf, ein Seismograph zeichnet Erdbebenwellen auf. Eine Klimastation soll folgen.